Landesliga Nordost,
Saison 2002/2003 - Rückblick
Nach dem erfolgreichen Meisterjahr 2002 blickte
man euphorisch und mit Spannung in die erste Saison in der Landesliga
Nordost. Doch die Euphorie war schnell dahin, als das Verletzungspech
in Wolfersweiler Station machte. Insgesamt 4x Kreuzbandriss und
viele weitere Verletzungen (Bänderdehnungen, Armbrüche
etc.) lichteten gleich zu Saisonbeginn den Kader. Vor allem die
eher gestandenen Spieler waren davon betroffen und so mussten
Spieler in dessen Fußstapfen treten, die eigentlich noch
etwas Zeit gebraucht hätten oder nicht einmal davon träumten.
Beim Saisonauftakt in Lebach zeigte unsere Elf
trotz der 3:0 Niederlage eine ansprechende Leistung und konnte
dem ambitionierten Gegner teilweise mehr als Paroli bieten. Das
Kirmesspiel gegen den Titelanwärter aus Landsweiler-Reden
konnte man sogar mit 2:1 für sich entscheiden. Ein heiteres
Auf und Ab folgte in den weiteren Spielen. Bemerkenswert war,
dass sich der SVW nie auch nur in der Nähe der Abstiegsränge
aufhielt, sondern immer mit etwas Distanz nach hinten schauen
konnte. Weitere Ausfälle während der Saison kamen hinzu.
In den entscheidenden Spielen vor der Winterpause zuhause gegen
Rohrbach und in Sitzerath-Kastel spielte man eher mit einer verstärkten
zweiten Mannschaft als mit der Ersten! Dass beide Spiele gewonnen
wurden, zeigt die hervorragende kämpferische und moralische
Leistung der Spieler, die sonst eher im Hintergrund stehen. Respekt!
Somit konnte man eine beruhigende Winterpause verbringen…
Die Wintervorbereitung auf die restlichen Spiele
der Rückrunde erwies sich dann als einzige Katastrophe. Neben
den nicht zu ändernden schlechten Platzverhältnissen
ließen erstmals die Einstellung und die Moral sehr zu wünschen
übrig. Teilweise nur fünf Spieler fanden den weg ins
Training. Eine neue Situation für den gesamten Verein nach
den sehr erfolgreichen Jahren zuvor, als alles mehr oder weniger
von alleine funktionierte. Und dementsprechend verliefen auch
die restlichen Spiele. Magere 10 Punkte waren die gesamte Punkteausbeute
in den 12 verbliebenen Spielen. Sicher geglaubte Punkte wurden
sogar noch in der Schlussphase einiger Spiele verloren, weil die
Kondition und der absolute Siegeswille der vergangenen Jahre fehlten.
Nach dem Spiel gegen Wiesbach, als man in Überzahl
beim Stande von 2:2 noch 2:4 Unterlag, legte Spielertrainer Andreas
Herz seine knapp fünfjährige und überaus erfolgreiche
Trainertätigkeit nieder. Neben den angesprochenen Problemen
in der Wintervorbereitung, welche sich wie ein roter Faden durch
die ganze Saison zogen, war auch ein beruflicher Arbeitsplatzwechsel
und der damit verbundene sehr hohe Aufwand und Stress ausschlaggebend.
Ein Abschied, den er wahrlich nicht verdient hatte. Im Gegenteil!
Als Kopf der Mannschaft und oft als „Leitwolf“ tituliert
steht er an erster Stelle für den sportlichen Erfolg des
ganzen Vereins. So stellte er sich auch mit dieser Entscheidung
in den Dienst des Vereins, in dem er einige Spieler durch seine
konsequente Handlung aufwecken wollte.
Als Interimstrainer für die restlichen Spielen
nahmen Klaus Dworowy und Franz-Josef Johann das Zepter gemeinsam
in die Hand. Mit großem Engagement und Ehrgeiz (beide sind
gleichzeitig auch noch Jugendtrainer) brachten die beiden „Oldies“
wieder etwas Schwung in die Mannschaft und fanden die richtigen
Worte vor der Mannschaft und sowie auch in den notwendigen Einzelgesprächen.
Schließlich erreichte unsere Elf mit 29 Punkten frühzeitig
das angestrebte Ziel Klassenerhalt und kann sich auf ein weiteres
Jahr Landesliga freuen.
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Bezirksliga Nord, Saison
2001/2002 - Rückblick
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